"Welche Einsteigerkamera soll ich kaufen?"




Im vergangenen Jahr bin ich immer wieder gefragt worden - welche Kamera sich als "Einsteigerkamera" eignet. Damit du dir diese Frage beantworten kannst, musst du dir einige Gedanken machen: Wichtigstes Kriterium ist natürlich der finanzielle Aspekt! Wie viel Geld möchtest du für eine neue Kamera ausgeben. Und wie viel soll ein gutes Objektiv kosten. In diesem Blogeintrag möchte ich dir meine Geschichte, Gedanken und Vorschläge aufzeigen. Viel Spass beim Lesen!

Vor über 20 Jahren habe ich noch mit einer billigen, analogen Kamera fotografiert. Die Technik hat sich jedoch rasant entwickelt. So habe ich mir damals auch Gedanken über einen Kamerakauf gemacht. Welche Gedanken?

Die Kamera sollte....

- klein und handlich sein

- einfach zu bedienen sein

- einigermassen gute Auflösung haben

- ansprechende Bilder machen

mit diesen Kriterien machte ich mich auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen - oder doch eher - Kamera im Heuhaufen. Als allererste Kamera kaufte ich mir eine günstige Sony Cybershot.


Mit dieser Kamera machte ich meine ersten Erfahrungen im Bereich der digitalen Fotografie. Mein Fazit: Es machte mir riesigen Spass damit! Ich probierte verschiedenste Dinge aus: Perspektiven, Nahaufnahmen, verschiedenste Landschaften und Tiere uvm. Nachdem ich einige Bilder bei Facebook hochgeladen hatte, bekam ich sehr positive Rückmeldungen.

"Du hast das Auge dazu - deine Bilder sind einfach toll!"

Der Spass am Fotografieren gespickt mit solchen Rückmeldungen motivierten mich weiter zu machen. Ich wollte mehr, also musste eine bessere Kamera her! Ich habe mich entschieden, meine erste digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen. Dazu habe ich mir wiederum einige Überlegungen gemacht: Nicht zu teuer, nicht zu gross - falls ich doch keinen Gefallen daran fände. Ich liess mich beraten, durchforstete das Internet und suchte nach einer passenden Kamera. Dabei bin ich auf die Marke Pentax aufmerksam geworden.


Ich kaufte mir also eine Pentax K-50 mit Standart Objektiv. Einziger Negativpunkt bei dieser Kamera war, dass sie lediglich mit normalen AA Batterien betrieben wurde. So musste man ständig die Batterien wechseln, was mir als Fotograf keinen Spass machte - ich will ja fotografieren und nicht ans Batterien wechseln denken. Nach etwa einem Jahr mit der Pentax unterwegs, wollte ich mir etwas "besseres" zulegen. Die Freude an der Fotografie wurde immer grösser und grösser. Also wollte ich auf eine namhafte Marke - Nikon oder Canon - wechseln. Meine Gedanken für den anstehenden Kamerakauf: Canon oder Nikon. Nach etlichen Recherchen und Vergleichen im Internet kaufte ich mir meine erste Canon Kamera!


Meine Canon - mit Akkubetrieb! Ich freute mich wie ein kleines Kind auf diese Kamera - heute kann ich mir das irgendwie nicht erklären warum es so war. Also sammelte ich weiter fotografische Erfahrung mit diesem Gerät. Ein paar Jahre später gelangte ich an den Punkt, an dem ich eine Vollformatkamera kaufen wollte. Das Fieber hat mich gepackt - ich wollte mir eine Profiausrüstung zulegen. Wieder habe ich stundenlang im Internet geforstet, bis ich damals auf die Canon 6D gestossen bin. Eine Vollformatkamera zu einem guten Preis! Zusätzlich hegte ich den Wunsch nach besseren, lichtstärkeren Objektiven. Auf meiner Suche nach passenden Objektiven - Canonobjektive waren mir zu teuer - bin ich auf die Marke Tamron gestossen. Also habe ich mir meine persönliche Profiausrüstung zusammengestellt.


So hatte ich mein "Trio infernale" zusammen! In dieser Konstellation habe ich dann über Jahre verschiedenste Fotoaufträge erledigt - Hochzeiten, Businessportraits, Bewerbungsbilder, Landschaftsaufnahmen usw. Die Bilder mit dieser Kamera in Kombination mit diesen Objektiven waren der absolute Hammer! Was mir bis dato nicht bewusst war - ein lichtstarkes Objektiv macht sehr sehr viel bei der Qualität der Bilder aus. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich absoluter Fan von Canon. Meine Traumkamera wäre immer die Canon 5D Mark IV gewesen.

Aber nun kommt die Wende!

2017 - zehn Jahre nach meinem Start in die Fotografie, bin ich wieder auf die Marke Sony aufmerksam geworden. Irgendwie war Sony bis dato nicht mehr auf meinem Radar - ausser meiner aller ersten digitalen Kamera. Sony hat in den vergangenen Jahren - was die Fotografie angeht - mächtig, sehr mächtig zugelegt. Durch die Entwicklung der spiegellosen Kameras, hat Sony enorm vorgelegt. In dieser Hinsicht haben Canon und Nikon den Anschluss verpasst und versuchen den Anschluss wieder zu finden. Sony hat sich in den letzten Jahren Kundenmeinungen und Wünsche zu Herzen genommen und die Kameras stetig weiterentwickelt. So habe ich mich entschlossen Canon den Rücken zu kehren und eine neue Beziehung mit Sony einzugehen. (Nein, es ist kein Sponsoring - alles meine Meinung).


Die Sony Alpha 7RIII mit dem Objektiv GM 24 - 70 mm / f2.8 wird mich in meine Zukunft begleiten und manche Landschaft fotografisch festhalten.

Bis jetzt habe ich euch von meinen Erfahrungen bezüglich meinen Entscheidungen und Entwicklungen in Sachen Kamerakauf berichtet. Jetzt möchte ich euch einige Kameras vorstellen, welche ich zum heutigen Zeitpunkt als ideale Einsteigerkamera sehe.

Sony Alpha 6000 Body - Dazu gibt es unzählige Standardobjektive welche in einem Set mit der A6000 erhältlich sind. Ich jedoch würde ein anderes Objektiv empfehlen (etwas teurer in der Anschaffung). Wie ich am Anfang schon erwähnt habe, kommt es natürlich auf dein Budget an.


Sony Alpha 6000

Preis: ca. 430 Fr.

+ Sehr gute Bildqualität

+ Preis / Leistung

+ Schnelligkeit

+ Autofokus

+ Grösse

Hier geht es zum Test.


Wer für eine Kamera etwas mehr ausgeben möchte, der sollte die Schwester der A6000 - die A6300 (ca. 700 Fr.) - ins Auge fassen. 4K Videoaufnahmen, mehr und schnellere Autofokusfelder, Magnesiumgehäuse usw. Und wem dies noch nicht genug ist, greift zur grossen Schwester - der A6500 (ca. 1300 Fr.).


- APS-C Bestenliste

- Vollformat Bestenliste


Mein Fazit:

Wenn ich - Stand heute - noch einmal mit dem Fotografieren beginnen würde, ich würde mich für eine Sony Alpha 6000, 6300 oder sogar für die 6500 entscheiden. Und wenn ich dann ins Profisegment aufsteigen möchte, würde ich mich für die Alpha 7III oder - wie heute - für die A7RIII entscheiden.

Obwohl Fujifilm oder Panasonic die Bestenliste der APS-C Sensoren (Kleinbildsensoren) anführen, kann ich zu diesen Produkten keine Beurteilung machen, da ich in dieser Hinsicht zu wenig Erfahrung habe - Ich würde mich trotzdem für Sony entscheiden.

Was sind deine Erfahrungen? Meinungen? Kritiken? - Schreibts in die Kommentare.


47 Ansichten

©2019 by Urs Hintermann - FOTO / VIDEO / GRAFIKWERKSTATT

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